Noch 200 Tage bis zu den Special Olympics World Winter Games 2017

Die Olympischen Spiele in Rio sind Geschichte. Die Paralympics, die Spiele der körperlich beeinträchtigten Menschen, werden – ebenso in Rio de Janeiro – in wenigen Tagen eröffnet. Aber auch die Special Olympics World Winter Games, die Weltwinterspiele für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, dürfen sich mit einem besonderen Datum in Erinnerung rufen: Am heutigen 26. August sind es nämlich noch exakt 200 Tage bis zum Beginn der Spiele.

Vom 14. bis 25. März 2017 wird Österreich, besser gesagt Graz, Schladming und Ramsau der Nabel der Sportwelt sein. Mehr als 3.000 Teilnehmer aus über 100 Nationen werden in neun Sportarten antreten und um die begehrten Medaillen kämpfen. Es handelt sich dabei um ein Event der Extraklasse, Österreich darf zum zweiten Mal nach 1993 (damals Schladming und Salzburg) Gastgeber für Special Olympics Weltspiele sein – als bislang einziges Land neben den USA, das öfter als einmal World Games veranstaltet hat.

 

Größte rot-weiß-rote Delegation aller Zeiten

Österreich spielt in der großen Bewegung von Special Olympics eine ganz besondere Rolle. Dies ist nicht nur dem unermüdlichen Engagement von vielen Persönlichkeiten zu verdanken, wie etwa Arnold Schwarzenegger, der auch für die Spiele 2017 die Patronanz übernommen hat, oder Hermann Kröll, Präsident von Special Olympics Österreich, sondern auch den tollen Leistungen der zahlreichen heimischen Athleten, die in den letzten Jahrzehnten unzählige Medaillen bei Sommer- und Weltwinterspielen gewonnen haben.

Die wichtige Rolle Österreichs wird speziell bei den Heimspielen im März 2017 deutlich: Das „Team Austria“ wird nämlich mit Abstand die größte Delegation stellen – noch nie in der Geschichte von Special Olympics ging Österreich mit einer derart großen Abordnung an den Start. Nicht weniger als 331 Athleten, 82 Trainer und 10 Unified-Partner vertreten Rot-Weiß-Rot beim größten Sportereignis des kommenden Jahres.

Das liegt zum einen an den sportlichen Erfolgen in der Vergangenheit, aber auch daran, dass Österreich weltweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Quoten (Startplätze und Sportarten) werden von Special Olympics International (SOI) genau festgelegt und sind von verschiedenen Faktoren wie nationalen Veranstaltungen/Sportbewerben, Akkreditierungsstatus und Programmniveau abhängig.

 „Unsere Delegation, die insgesamt 423 Personen umfasst, ist eigentlich ein Wahnsinn für so ein kleines Land wie Österreich“, freut sich Ludmilla Remler, die für die Projektleitung „Team Austria“ verantwortlich zeichnet. Zum Vergleich: Zu den Sommerspielen 2015 in Los Angeles reisten 149, zu den Winterspielen 2013 in Südkorea 92 österreichische Teilnehmer an.“Die Größenordnung wird auch an den Nennungen für die Winter Games 2017 deutlich: Die USA stellen 192 Teilnehmer, Kanada 147, auch Indien (113), China (109) und Deutschland (107) kommen mit mehr als 100 Athleten und Betreuern in die Steiermark. Um einiges kleiner sind dagegen die Delegationen von Armenien und Bolivien, sie nehmen mit jeweils zwei Sportlern und einem Trainer an den Weltwinterspielen teil.

 

Medaillenkandidaten aus allen Bundesländern

Die große Abordnung stellt Special Olympics Österreich aber auch vor Herausforderungen – wirtschaftlich wie logistisch, wie Remler erklärt: „So etwas hatten wir noch nie im Hinblick auf Weltspiele. Special Olympics Österreich übernimmt nicht nur einen Großteil der finanziellen Aufwendungen der Athleten, sondern unterstützt sie auch bei der Erfüllung der nationalen Richtlinien.“ Jeder heimische Sportler, der an den Weltwinterspielen teilnimmt, musste ein mindestens zweijähriges Trainingsprogramm absolvieren, Teilnahmen an nationalen wie regionalen Veranstaltungen nachweisen und bereits bei den Pre-Games im heurigen Jänner am Start sein. Zusätzlich wurden mehrtägige Trainerseminare und Schulungen abgehalten. „Wir haben bei der Vorbereitung auf die Spiele nichts dem Zufall überlassen, wir wollen eine topvorbereitete Abordnung stellen, von der man sich vieles erwarten darf. In jeder Kategorie, in jeder Sportart und aus jedem Bundesland sind Medaillenkandidaten dabei“, ist sich Remler sicher.
Der große Aufwand im Vorfeld ist aber nicht nur für die Winterspiele 2017 von Bedeutung, sondern hat auch ein nachhaltiges Ziel: „Dadurch, dass wir im Zuge dessen noch intensiver mit den öffentlichen, sozialen und politischen Stellen zusammenarbeiten, haben wir für die Zukunft weitere wichtige, positive Impulse gesetzt“, so Remler.

Alle österreichischen Teilnehmer und Infos zu ihnen finden Sie unter folgendem Link: https://www.specialolympics.at/teilnehmer-austria-2017.html

 

108 Nationen kämpfen um die Medaillen

Das Team Austria steht fest, auch die internationalen Delegationen haben zum größten Teil ihre Nennungen abgegeben. Es zeichnen sich die „größten Weltwinterspiele“ in der Geschichte von Special Olympics ab. Mit heutigem Stand werden mehr als 3600 Sportler, Trainer und Unified-Partner aus 108 Nationen in Österreich um die Medaillen kämpfen.

 

Team Austria & Delegations

Delegations 2017
(87,0 KiB)
Team Austria 2017
(67,5 KiB)

 

 

 

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